11. Feindliche Übernahme

11.7 Angriff


Jan war vollkommen erschöpft. Sam war ein regelrechter Schleifer. Immer wieder verlangte er neue, komplizierte Manöver, die er überwiegend im freien Raum, weit über der Mondoberfläche fliegen ließ. Jan sah zu Isabella hinüber, die sich mit beiden Händen die Augen rieb. Auch sie war am Ende ihrer Kräfte.
»Sam, wir können nicht mehr«, sagte er. »Und ich spreche nicht nur für mich. Lass und für heute Feierabend machen und etwas schlafen.«
»Einverstanden«, sagte Sam überraschend. »Ihr müsst morgen ausgeruht sein. Aber wir werden die Ruhepause hier draußen halten müssen.«
»Warum können wir nicht auf dem Mond landen und dort ausschlafen?«, wollte Pelle wissen.
»Liegt das nicht auf der Hand?«, fragte Sam zurück. »Dort unten richten sich die Chinesen immer besser ein. Sie werden den Himmel beobachten. Dazu kommt diese eigenartige Frachterflotte, die auf verschiedenen Bahnen den Mond umkreist. Ich bin überzeugt davon, dass es sich dabei nicht um echte Frachter handelt, sondern dass sie zum Abwehrring der Chinesen gehören. Hier draußen, weit außerhalb der üblichen Orbits, sind wir weitgehend sicher vor Entdeckung. Wir können es uns auch nicht leisten, frühzeitig entdeckt zu werden. Wenn es losgeht, sollte unser erster Angriff für sie überraschend kommen. Die nächsten beiden Angriffe auf die restlichen Energieleitungen müssen direkt im Anschluss erfolgen, bevor sie begriffen haben, was geschieht.«
Sie brachten das Schiff sicherheitshalber auf eine viel entferntere Umlaufbahn und fuhren dann die Energieerzeuger hinunter, um keine zufällige Ortung aufgrund von Emissionen zu riskieren. Anschließend zogen sich alle in die kleinen Kabinen zurück, die es an Bord dieses Schiffes gab. Eva blieb noch eine Weile in der Zentrale und richtete ihre Teleskope und Antennen auf den Mond, um möglichst aktuelle Daten für den bevorstehenden Angriff zu sammeln. Dabei entdeckte sie, dass man offenbar rund um die Uhr an den Abwehreinrichtungen der Stationen arbeitete. Immer weitere Geschütze wurden auf ihren drehbaren Sockeln installiert. Sie hatte kein gutes Gefühl dabei, am folgenden Tag mit der GINA DACCELLI in die Höhle des Löwen vorzustoßen, wenn Dutzende von ballistischen Geschützen auf sie schießen konnten – auch wenn Sam der Ansicht war, die Geschosse konnten ihnen nicht gefährlich werden.
Eva stellte die Auflösung auf die höchste Stufe ein, um die Sockel der Geschütztürme genauer betrachten zu können. Sie suchte sich einen noch nicht vollständig fertiggestellten Sockel heraus und studierte dessen Konstruktion. Die Anlage war vollständig beweglich und konnte die gesamte Hemisphäre über dem Gerät abdecken. Einen so genannten toten Winkel, auf den sie gehofft hatte, gab es leider nicht. Sie versuchte zu erkennen, wie das Gerät mit Strom versorgt wurde, und wurde nach einiger Suche fündig. Sie entdeckte einen Kabelstrang, der direkt im Boden verschwand. Offenbar versuchte man die Kabelführung zu verschleiern, indem man die Kabel in vorbereitete Schächte legte und sie anschließend mit Mondstaub anfüllte. Glücklicherweise war dieses Geschütz noch im Bau und so konnte sie erkennen, dass die Kabel nicht zu den Reaktoren gelegt wurden, sondern zur Zentralkuppel, wo vermutlich die Schalträume für die Geschütze lagen. Damit war klar, dass sie nicht autark arbeiteten, sondern von außen mit Strom versorgt werden mussten. Die Energie der Zentralkuppel stammte letztlich von den drei ausgelagerten Reaktoren.
Sam schwebte zur Tür herein und war überrascht, noch jemanden in der Zentrale anzutreffen.
»Eva, was treibst du denn noch hier?«, fragte er. »Wir wollten doch eine Ruheperiode einhalten.«
»Ich hab nur noch recherchiert«, antwortete sie. »Ich wollte sichergehen, dass wir nicht etwas übersehen haben. Wenn wir es morgen schaffen, die chinesische Station von der Energie abzuschneiden, besteht dann nicht die Gefahr, dass die Reaktoren verrücktspielen? Sie werden dann auch nicht mehr über die Schaltstationen der Zentralkuppel kontrolliert.«
»Ich versteh deine Skepsis, Eva«, sagte Sam. »Ein durchbrennender Reaktor würde eine Katastrophe auslösen – selbst hier auf dem Mond. Aber da brauchen wir uns keine Sorgen machen, die Reaktoren sind mit einer Sicherung ausgestattet. Wenn sie keine Kontrollimpulse mehr erhalten, schalten sie sich automatisch ab. Wir müssen nur genau treffen - an den Stellen, wo wir nach unserer Kenntnis die Hauptenergieleitungen finden. Ein Treffer in einem der Reaktoren würde auch uns auslöschen. Wir müssen wirklich chirurgisch genau treffen. Aber jetzt mach bitte Feierabend und versuch, etwas zu schlafen.«
Sie schliefen nicht wirklich gut. Alle waren in Gedanken damit beschäftigt, wie sie den kommenden Tag überstehen würden und ob es ihnen gelingen würde, ihr Ziel zu erreichen. Sie wussten, dass die Hoffnungen der Akademie auf ihnen lagen und sie die letzte Chance darstellten, die Pläne der chinesischen Regierung zu durchkreuzen.
Einige Stunden später machten sie sich frisch und fanden sich in der Zentrale ein. Maria und Isabella nahmen sich kurz in den Arm. Maria nickte Isabella mit zusammengepressten Lippen zu.
»Wir werden es ihnen zeigen«, sagte sie mit einem Vibrieren in der Stimme, das zeigte, wie nervös sie in Wahrheit war.
Auch Jan fühlte ein innerliches Kribbeln, wenn er daran dachte, nun in den Kampf zu ziehen – eine Sache, die er niemals für möglich gehalten hatte. Er sah Maria und Isabella, die versuchten, sich gegenseitig Trost zu spenden und wandte sich seinen Instrumenten zu. Er wollte sich jetzt nicht durch Gefühle beeinflussen lassen, die ihn von seiner Aufgabe ablenken konnten. Als hätte er es schon seit Monaten getan, aktivierte er die Reaktoren und weckte sie aus ihrem Schlaf. Mit einigen Blicken prüfte er, ob die Systeme einwandfrei arbeiteten.
»Eva, ich brauch eine simultane Schaltung deiner Ortung auf meinem zweiten Monitor«, befahl er. »Ich muss auf jeden Einfluss sofort reagieren können. Vielleicht geraten wir in den Bereich der kreisenden Frachter. Wir wissen nicht, wie sie ausgerüstet sind. Sie sind eine Unbekannte in unserer Rechnung. Pelle, ich brauch die volle Reaktorleistung über die gesamte Zeit unseres Angriffs. Ich muss in Sekundenbruchteilen das Plasmatriebwerk zur Verfügung haben.«
»Ist so gut wie erledigt«, bestätigte Pelle.
»Dann schnallt euch bitte an, es wird sicherlich unruhig werden. Wir werden den ersten Schritt zur Befreiung unserer Freunde tun. Wünscht uns Glück, Leute.«
Jan streifte einen Handschuh über seine rechte Hand, um den kleinen Steuerknüppel sicher in der Hand zu halten, wenn er waghalsige Manöver fliegen musste. Sam hatte mit ihnen am Vortag bereits Manöver geübt, die an Kunstflug erinnerten, aber genau das war es, was gleich verlangt wurde. Jan wusste, dass das Gelingen der Mission nur von seinem Können abhing. Warum eigentlich er? Auch Isabella war eine exzellente Pilotin, ebenso wie Eva. Jan zögerte.
»Was ist los?«, fragte Sam. »Willst du nicht starten?«
»Ich bin mir auf einmal nicht mehr sicher, ob ich der Richtige bin«, sagte Jan. »Isabella und Eva sind verdammt gute Pilotinnen. Vielleicht wären sie besser geeignet für diesen Job.«
»Das vergiss bitte ganz schnell wieder!«, fuhr ihn Isabella an. »Ich mag eine gute Pilotin sein, aber keiner von uns hat diesen unerklärlichen Instinkt für den Umgang mit technischem Gerät. Du musst es tun, Jan. Wir sind bei dir. Und jetzt lass es uns ihnen zeigen!«
Jan gab sich einen Ruck und ließ das Korpuskulartriebwerk anlaufen. Die GINA DACCELLI flog dem Mond entgegen. Mit der linken Hand ließ er sich eine Vergrößerung des Zielgebietes auf den Monitor legen. Ein Fadenkreuz zeigte ihm das Ziel an. Jan verschmolz mit der Steuerung des Schiffes. Noch niemals hatte Sam jemanden kennengelernt, der sich so vollständig mit seinem Schiff verband. Er war sicher, dass die Entscheidung Kupharhtis richtig gewesen war, Jan für diesen Einsatz vorzusehen. Er selbst hatte dafür plädiert, einen der Testpiloten der Werft zu wählen, der an der Entwicklung seit Monaten mitgewirkt hatte. Er konnte sich einfach nicht vorstellen, dass jemand, der dieses Schiff erst so kurze Zeit kannte, in der Lage war, es in einer solchen Extremsituation fehlerfrei zu bedienen.
Das Schiff wurde immer schneller. Eva kontrollierte den Raum über dem Zielgebiet. Plötzlich sah sie etwas.
»Oh mein Gott!«, rief sie aus. »Ausgerechnet jetzt kreuzen zwei Frachter unsere Bahn.«
»Kollisionskurs?«, fragte Jan knapp.
»Nein, aber wir fliegen genau zwischen ihnen hindurch. Wenn sie schnell reagieren, ist unser Überraschungsmoment zum Teufel.«
»Jetzt ist es zu spät, noch abzubrechen«, sagte Jan. »Können uns die Schiffe gefährlich werden?«
»Ich geh auf maximale Vergrößerung«, meldete Eva. »Ich bin nicht ganz sicher, aber ich befürchte, diese Dinger auf der Außenseite sind keine Geschützrohre, sondern Projektoren.«
»Projektoren?«, fragte Sam. »Verdammt, warum bin ich da nicht von allein darauf gekommen? Geschütze verursachen einen Rückschlag, der den Kurs des Schiffes beeinflussen kann. Natürlich – die haben Laserkanonen an Bord. Diese Bastarde.«
»Was soll ich tun?«, fragte Jan. »In zwei Minuten erreichen wir diese Frachter. Können die uns etwas anhaben?«
»Und ob sie das können! Verdammt! Ich war mir so sicher, dass wir relativ ungefährdet zuschlagen können. Wir bleiben auf Kurs! Es muss jetzt geschehen, oder es geschieht überhaupt nicht mehr.«
»Wo haben diese Kerle bloß diese Ausstattung her?«, wollte Pelle wissen.
»Wir haben es ihnen selbst verkauft«, meinte Sam bitter. »Ich meine, die Vereinigten Staaten haben es getan. Hochenergielaser für die Industrie und den Bergbau. Niemals wären wir darauf gekommen, dass man die Dinger auch in ein Raumschiff einbauen kann.«
»Ich bekomme Radarimpulse rein«, meldete Eva. »Sie haben uns entdeckt!«
»Eine Minute!«, meldete Jan. »Werden sie uns kriegen?«
»Ihre Projektoren laden auf!«, rief Eva. »Ja, sie werden uns erwischen. Brech ab, Jan! Irgendwie!«
»Geht nicht mehr«, sagte Jan gequält. Schweiß stand auf seiner Stirn. »Dann müssen wir eben kämpfen!«
Er ließ das Triebwerk bis an die Belastungsgrenze hochfahren. Die GINA DACCELLI machte einen Satz auf den Mond zu. Die Entfernung schmolz rasend schnell zusammen. Sie hielten den Atem an.
Zwei blassblaue Laserstrahlen standen plötzlich im Raum. Sie kreuzten sich an der Stelle, wo noch Sekunden vorher ihr Schiff gestanden hatte. Jan hatte sie mit seinem waghalsigen Manöver ausgetrickst. Nun mussten die schweren Kondensatoren neu aufladen. Es würde einige Sekunden dauern, bis sie erneut feuern konnten, doch dann würden sie den Projektoren noch viel näher sein als eben.
Eva sah, dass die Frachter jeden Augenblick feuerbereit waren, und schloss die Augen. Die GINA DACCELLI schüttelte sich kurz, dann waren sie durch.
Eva öffnete ihre Augen wieder. Man hatte sie offenbar nicht getroffen. Sie blickte auf ihre Monitore und sah, dass die beiden Frachter schwer beschädigt waren. Was war hier geschehen? Sie kam nicht dazu, den Gedanken weiter zu verfolgen, denn Jan belastete das Schiff bis an die Grenzen, des Möglichen. Übergangslos ging er in den Gegenschub und aktivierte dabei den Plasmaantrieb. Das Schiff wurde wahnsinnig schnell langsamer und kam schließlich zum Stillstand. Die Besatzung wurde so heftig in die Polster gepresst, dass jeder Einzelne darum kämpfen musste, nicht das Bewusstsein zu verlieren. Die Feuersäule, auf der das Schiff stand, fraß sich währenddessen immer tiefer in den Boden zwischen dem ersten Reaktor und der Hauptkuppel. Die Geschütze schwenkten langsam in Richtung der GINA DACCELLI, doch reichte die Beschleunigung des Plasmatriebwerks aus, das Schiff in wenigen Augenblicken in Sicherheit zu bringen. Beim Passieren der Frachter konnten sie erkennen, dass die Zerstörungen so gravierend waren, dass die Schiffe nicht mehr zu retten waren. Jan hoffte, dass nicht viele Menschen dabei ihr Leben verloren hatten. Sie entspannten sich erst etwas, als sie weit im Raum waren.
»Was ist da eben geschehen?«, fragte Eva. »Ich konnte klar erkennen, dass man uns im Visier hatte und dann waren die Frachter von einem Moment zum anderen Schrott.«
»Ich war das«, sagte Jan matt. »Ich wollte das nicht, aber es ging in diesem Augenblick nur noch darum, ob es sie oder uns erwischt, und da hatte ich keine Wahl. Ich hab, als wir genau zwischen ihnen waren, für einen Sekundenbruchteil den Plasmaantrieb auf entgegengesetzten Seiten der GINA DACCELLI laufen lassen. Das war das leichte Schütteln, das wir gespürt haben. Den Rest habt Ihr ja selbst mitbekommen.«
Sam war sprachlos.
»Du willst mir also sagen, dass du neben diesem waghalsigen Anflug noch die Zeit hattest, das Triebwerk als Waffe gegen die Frachter zu konfigurieren?«
»Wer spricht von Konfigurieren?«, fragte Jan. »Dafür war ja nun wirklich keine Zeit mehr! Das war reine Handarbeit und Instinkt. Hauptsache, es hat geklappt und wir sind noch am Leben.«
»Ich hab so einen Piloten wie dich noch nicht erlebt«, sagte Sam. »Aber bist du in der Lage, nach dieser Sache jetzt auch noch die restlichen Angriffe zu fliegen?«
Jan nickte.
»Aber ich werde den Angriff modifizieren, wenn's recht ist. Sie wissen jetzt, wie wir es machen, und stellen sich darauf ein. Ich werd also scheinbar denselben Angriff noch einmal fliegen und alle Geschütze auf uns ziehen. Ich hab vorhin genau aufgepasst, wie lange es dauert, diese Dinger auf ein Ziel zu richten. Wenn ich dann mithilfe des Plasmatriebwerks den Kurs um fast neunzig Grad ändere, kommen sie nicht schnell genug hinterher. Ich will dann versuchen, den Angriff von der Seite zu führen, wo sie bereits keine Energie mehr haben. Ich könnte mir vorstellen, dass wir es so schaffen können.«
»Das könnte gelingen«, meinte Sam. »Wenn du weiterhin so schnelle Reaktionen hast, wie bisher.«
Er wandte sich an alle:
»Wie denkt ihr darüber? Unser Leben hängt schließlich von dieser Entscheidung ab. Wer dafür ist, hebt die Hand.«
Nacheinander hoben alle Anwesenden die Hände, damit war die Entscheidung gefallen.
»Ich bekomme einen Funkruf herein«, meldete Maria. »Er stammt von der chinesischen Station.«
»Ignorieren!«, befahl Sam. »Schalt das Funkgerät aus. Sie wollen uns garantiert ein Ultimatum stellen. Lasst es uns gar nicht erst zur Kenntnis nehmen, sonst werden wir noch weich.«
»Na, dann wollen wir mal«, sagte Jan und beschleunigte das Schiff erneut in Richtung Mond.
»Wie sieht es im Orbit aus?«, wollte er wissen. »Sind wieder Frachter im Weg?«
»Einige sind dabei, den Kurs zu ändern, aber sie werden nicht rechtzeitig eintreffen«, meldete Eva.
»Showtime!«, rief Jan und jagte das Schiff zum Ziel.
Die Geschütztürme rund um die Zentralkuppel begannen, sich auf den Gegner auszurichten, wobei jeweils drei Geschütze sich einen Punkt im All teilten, sodass das feindliche Schiff in mehreren Ebenen beschossen werden konnte. Doch als der Gegner unvermittelt abdrehte, machte sich am Boden eine gewisse Ratlosigkeit breit. Noch nie hatte man bei einem Raumschiff ein solch abruptes Manöver beobachtet. Einige Unterkommandanten versuchten, ihre Waffen auf die neue Situation auszurichten, doch ehe man so weit war, erschien der Gegner fast über ihnen. Die Mannschaften flohen in alle Richtungen, denn man konnte sich noch gut erinnern, was sich nach dem ersten Angriff unter dem Schiff abgespielt hatte.
Das Schiff spie seine Feuersäule auf den Boden. Die meisten Chinesen der Bodenmannschaften wurden geblendet, ehe sich die Blenden ihrer Helmvisiere eingeschaltet hatten. Sie waren froh, dass der Gegner so unpräzise geschossen hatte und niemand verletzt worden war. Das Schiff machte einen Satz nach oben, fiel aber sofort wieder herunter. Inzwischen liefen in der Station alle Insassen wild durcheinander, da sie annehmen mussten, dass noch ein Angriff auf die Kuppel selbst erfolgen würde. So fiel es auch erst auf, als es zu spät war, dass dieses Fallen des gegnerischen Schiffes kontrolliert erfolgt war, um auch den letzten Energiestrang durch Einschmelzen des gesamten Bodens zu kappen. Die Beleuchtung der Kuppel wurde schlagartig dunkler, als die Notautomatik auf die Notstromversorgung schaltete. Die Mannschaften an den Geschützen stellten fest, dass der Notstrom, der von der Zentralkuppel geliefert wurde, nicht ausreichte, die schweren Servomotoren der Drehteller zu bewegen. Die Waffen waren damit wertlos geworden.
Inzwischen sprang die GINA DACCELLI wie ein Gummiball um die Kuppel herum und gab immer dort, wo sich ein Landegestell befand, einen kurzen Triebwerksstoß, bis auch das letzte Gestell vernichtet war. Danach zog sich das Schiff zurück und hinterließ eine ramponierte Station, die einmal der Stolz der Volksrepublik China gewesen war.