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Transmitter
Giyörgy Szabo nahm einen Schluck aus seiner Kaffeetasse und ließ seinen Blick über die monströse Anlage schweifen, die von seinen amerikanischen Wissenschaftlerkollegen installiert worden war.
"Es ist mir auch unheimlich, dass wir die gesamte Leistung des Kraftwerks benötigen werden, wenn der Test durchgeführt wird."
"Sie müssen sich nicht sorgen, Herr Kollege", versuchte Hank Lieberman seinen ungarischen Kollegen zu beruhigen. "Mit Ratten und Mäusen hat es bereits ohne Probleme geklappt. Sie müssen sich vorstellen, dass die Materialisation einer menschlichen Körpermasse ein Vielfaches der Energie benötigt. Das war ja gerade der Grund dafür, dass wir Ihr Institut gewählt haben. Es liegt direkt an der Donau und verfügt über zwei große Kraftwerke in unmittelbarer Nähe."
"Die Theorie ist mir durchaus bekannt, auch wenn ich einige Prämissen nicht nachvollziehen kann. Es geht mir nicht in den Kopf, dass es wichtig ist, eine größere Distanz zwischen den Geräten zu haben. Sollte es nicht eher so sein, dass es weniger Energie kostet, wenn die Entfernung nicht so groß ist?"
Lieberman sah Szabo an.
"Ich verstehe Sie. Mir ging es anfangs auch nicht anders. Unsere frühen Versuche schlugen allesamt fehl und wir haben monatelang geforscht und gerechnet. Erst, als wir den Abstand zwischen Sender und Empfänger vergrößerten, erhielten wir brauchbare Ergebnisse."


